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Soforthilfe Brandschutz

Brandverhütungsschau angekündigt – was tun?

Eine Brandverhütungsschau soll keine Prüfung Ihrer Dekoration sein. Im Mittelpunkt steht, ob Brandgefahren ausreichend begrenzt sind und Rettungs- und Löscharbeiten funktionieren können.

Rechtsstand: 08.09.2026Geltungsbereich: Baden-Württemberg; Grundprinzipien teilweise bundesweit ähnlichSprache: verständlich statt Behördendeutsch

Kurzantwort

Prüfen Sie zuerst Flucht- und Rettungswege, Brandschutztüren, Feuerlöscheinrichtungen, Brandmelde- und Rauchabzugseinrichtungen, Feuerwehrflächen sowie relevante Brandschutzunterlagen. Vergleichen Sie den tatsächlichen Zustand mit der vorgesehenen Nutzung und vorhandenen Genehmigungs- beziehungsweise Brandschutzunterlagen.

Das Wichtigste

In zwei Minuten verstanden

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Freie und nutzbare Rettungswege haben hohe Priorität.

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Brandschutz- und Sicherheitseinrichtungen müssen nicht nur vorhanden, sondern funktionsfähig und zugänglich sein.

03

Brandlasten und Lagerungen können Teil der Betrachtung sein.

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Je nach Gebäude können Brandschutzordnung, Feuerwehrpläne und Evakuierungsunterlagen relevant sein.

05

Die genauen Regeln der Brandverhütungsschau sind landesrechtlich geprägt.

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Was ist das Ziel einer Brandverhütungsschau?

In Baden-Württemberg dient die Brandverhütungsschau der vorbeugenden Abwehr von Gefahren, die durch einen Brand entstehen können.

Die Verwaltungsvorschrift nennt insbesondere die Frage, ob der Entstehung und Ausbreitung von Feuer ausreichend vorgebeugt wird und ob im Brandfall wirksame Rettungs- und Löscharbeiten möglich sind.

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1. Flucht- und Rettungswege prüfen

Gehen Sie jeden relevanten Rettungsweg tatsächlich ab.

  • Ist er frei und nutzbar?
  • Sind notwendige Türen zugänglich?
  • Stehen Möbel, Kartons oder Waren im Weg?
  • Sind Notausgänge ohne unnötige Hindernisse nutzbar?
  • Ist vorhandene Kennzeichnung sichtbar?
Ein Fluchtweg ist kein Lagerplatz – auch dann nicht, wenn die abgestellten Gegenstände „nur kurz“ dort stehen.
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2. Brandschutzeinrichtungen ansehen

Die baden-württembergische Verwaltungsvorschrift nennt unter anderem:

  • Löschmittel und Löschgeräte
  • Löschanlagen
  • Brand- und Feuermeldeeinrichtungen
  • Rauchabzugsanlagen
  • Brandabschnitte
  • Flächen für die Feuerwehr

Kontrollieren Sie vorhandene Wartungs- oder Prüfnachweise und schauen Sie zugleich, ob die Einrichtungen tatsächlich zugänglich und erkennbar sind.

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3. Brandlasten und Nutzung nicht vergessen

Auch die Art der Nutzung und Lagerung brennbarer Stoffe kann relevant sein.

Prüfen Sie deshalb besonders ungewöhnliche oder nachträglich entstandene Lagerflächen, technische Räume, Treppenräume, Flure und Bereiche um Sicherheitseinrichtungen.

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4. Welche Unterlagen können wichtig sein?

Abhängig vom Gebäude und der Nutzung können beispielsweise relevant sein:

  • Brandschutzordnung
  • Feuerwehrpläne
  • Evakuierungs- oder Räumungsunterlagen
  • Wartungs- und Prüfberichte
  • Brandschutzkonzept oder Genehmigungsunterlagen
  • Nachweise organisatorischer Maßnahmen

Nicht jedes dieser Dokumente ist in jedem Betrieb automatisch vorgeschrieben. Entscheidend ist die konkrete bauliche und betriebliche Situation.

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5. Was Sie am Vortag nicht tun sollten

Vermeiden Sie insbesondere:

  • Unterlagen rückzudatieren
  • nicht durchgeführte Wartungen als durchgeführt darzustellen
  • bauliche Veränderungen in Eigenregie vorzunehmen
  • Sicherheitseinrichtungen ohne Fachkenntnis zu verändern
  • Mängel lediglich optisch zu verdecken

Bei baulichen oder technischen Mängeln kann fachliche Prüfung notwendig sein.

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6. Kurzcheck vor dem Termin

  1. Flucht- und Rettungswege vollständig begehen.
  2. Notausgänge und Türen kontrollieren.
  3. Feuerlöscheinrichtungen zugänglich halten.
  4. Brand- und Rauchschutztüren ansehen.
  5. RWA/BMA und andere Anlagenunterlagen bereitlegen.
  6. Feuerwehrflächen und Zugänge freihalten.
  7. Brandschutzunterlagen zusammentragen.
  8. Offene Mängel transparent erfassen.
  9. Zuständigkeiten und Maßnahmen festlegen.

Quellen

Rechtsgrundlagen und offizielle Informationen

SicherDok bevorzugt Primärquellen von Behörden und offiziellen Rechtsportalen. Die folgenden Quellen wurden für diesen Ratgeber herangezogen.

Dieser Ratgeber bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung oder die Prüfung Ihres konkreten Einzelfalls. Je nach Branche, Tätigkeit, Gebäude und Bundesland können zusätzliche Anforderungen gelten.

Nächster Schritt

Wissen ist gut. Zu wissen, was bei Ihnen tatsächlich fehlt, ist besser.

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